Open-Access-Bücher zur germanistischen Literaturwissenschaft

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In der letzten Zeit sind u.a. diese frei verfügbaren Titel erschienen:

Einheit der Differenz: Hybridität, Selbstablehnung und Neuverortung in der Post-DDR-Literatur

Pega Byroum-Wand
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:6-71069612757

Diese Dissertation ist an der Uni Münster entstanden.

Im Zuge des Systemumbruchs 1989/90 in Deutschland war eine ungleiche Verteilung von Definitionsmacht über das Verhältnis von Ost und West zu beobachten, die teilweise bis heute fortwirkt. In gesellschaftlichen Debatten artikulierte sich eine Defizitperspektive auf den Osten, um die Vorrangstellung des vereinten Deutschlands gegenüber der ehemaligen DDR zu legitimieren. Auch ein Teil der (Post-)DDR-Literatur wurde entwertet. Anhand ausgewählter Post-DDR-Romane wird gefragt, wie das Zusammenspiel von hegemonialen sowie marginalisierten Perspektiven und Identitäten ästhetisch verhandelt wird. Dazu werden die Konzepte „Hybridität“ und „dritte Räume“ des Literaturwissenschaftlers und postkolonialen Theoretikers Homi K. Bhabha herangezogen, erweitert und mit erzählanalytischen Kategorien verknüpft. Diese Publikation verortet die Post-DDR-Literatur in einem globalen Kontext und versteht sich als Beitrag zu einer machtkritisch und diversitätsorientiert ausgerichteten Literaturwissenschaft.

Maschinen und Atmosphären: Zur Ästhetik des Virtuellen bei E.T.A. Hoffmann

Andreas Sieß
https://doi.org/10.14361/9783839473726

In welchem Zusammenhang steht ›das Virtuelle‹ mit Poetiken, die in der Romantik konturiert wurden? Andreas Sieß zeigt, dass sich die ästhetischen Vorstellungen dessen, was ›das Virtuelle‹ ist, nicht nur bereits um 1800 konsolidierten, sondern dass die (bild-)ästhetischen Maßstäbe, die heute grundlegend für moderne Anwendungen der Virtual Reality sind, bereits damals Gegenstand von Aushandlungen waren. Anhand der Begriffe ›Maschine‹ und ›Atmosphäre‹ verhandelt er zwei gegenläufige Stoßrichtungen des Virtuellen, deren dialektisches Spiel eine neue Perspektive auf Fragestellungen zu der Gestaltung von gegenwärtigen virtuellen Medien anbietet.

Standortbestimmungen: Literarische Positionierung in der Gegenwart

Barbara Bausch & Julia Weber (Hrsg.)
https://doi.org/10.14279/depositonce-23186

Wie lässt sich angesichts aktueller gesellschaftspolitischer Entwicklungen literarisch Stellung beziehen? Der Band widmet sich zeitgenössischen Texten, die Möglichkeiten von Engagement und Partizipation ausloten: als Fragen der persönlichen und politischen, wie auch der ästhetischen Standortbestimmung. Im Fokus steht die Analyse formaler Strategien der Selbstpositionierung, die – angesichts von Destabilisierungen des eigenen Standorts oder von vermeintlichen Randpositionen aus – neue Schreibweisen und Ästhetiken hervorbringen.

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