China in der europäischen Wissensordnung des 17. und 18. Jahrhunderts
Die in diesem Band versammelten Beiträge sind aus einem Workshop hervorgegangen, der Mitte Juli 2022 am Lehrstuhl für Neuere Geschichte unter Einbeziehung der Landesgeschichte der Universität Bamberg abgehalten wurde. Die Entscheidung der beiden Veranstalter des Workshops, den Fokus auf die Rolle Chinas in der europäischen Wissensordnung des 17. und 18. Jahrhunderts zu legen, entstand aus dem Eindruck heraus, dass zwar zu den Phänomenen der Sinophilie und Sinophobie im Europa des 17. und 18. Jahrhunderts schon viel geforscht wurde, dass jedoch gerade hinsichtlich der Wege, auf denen während jener Zeit Wissen über China und die dortigen Verhältnisse nach Europa gelangte und der Weise, wie dieses aufgenommen und systematisch „weiterverarbeitet“ wurde, noch einiger Bedarf an genauerer Forschung besteht.
Die sieben Artikel des Konferenzbands tragen zu diesem Thema in ganz unterschiedlicher Weise bei: Wolfgang Reinhard (Freiburg) fokussiert seine Keynote Speech auf die Frage, welche Rolle das Thema „Resonanz“ in den frühen Beziehungen zwischen China und Europa spielte; Susanne Greilich Regensburg) untersucht den zwischen Sinophilie und Sinophobie schwankenden Chinadiskurs, wie er in der philosophisch-belletristischen französischen Literaur des 18. Jhs. erkennbar wird; Mark Häberlein (Bamberg) befasst sich mit der Frage, ob sich in den Werken dreier Polyhistoren des 17. bzw. 18. Jh. eine spezifische, möglicherweise auch konfessionsabhängige „Wissenslandschaft“ erkennen lässt; Hans-Jürgen Lüsebrink (Saarbrücken) befragt europäische ökonomische Fachenzyklopädien des 18. Jhs. hinsichtlich deren Wissens über und deren Wahrnehmung von China; Martin Hanke (Gossenberg) zeigt auf, wie sich die kartographische Erfassung Chinas in Europa bis zur Mitte des 17. Jh. vollzog; Andreas Dix (Bamberg) konzentriert sich auf das Kartenwerk des französischen Hofgeographen D’Anville, das dieser im Auftrag Du Haldes, der in Paris für die Sammlung und Herausgabe von Nachrichten der Jesuiten verantwortlich war, und auf die Frage, wie sich sein Werk in die kartographische Produktion seiner Zeit einordnen lässt; Dorothee Schaab-Hanke (Gossenberg und Bamberg) zeigt am Beispiel des von dem in der Chinamission in Peking tätigen Amiot nach Paris vermittelten Wissens über die chinesische Musik auf, wie dieses Wissen allmählich, wenn auch verzögert, in enzyklopädische europäische Werke zur Musik Eingang gefunden hat.
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Hebrew: From Sacred Language to Mother Tongue
For nearly two thousand years, Hebrew belonged to the realm of the sacred. A written liturgical language used primarily by rabbis and scholars, it was not spoken in everyday contexts. A revival process in the late nineteenth century brought Hebrew back into daily use, adapting sacred texts as the foundations for a new vernacular. A “mother tongue” emerged.
Keren Mock provides a strikingly original multidisciplinary account of this transformation of Hebrew from an ancient sacred tongue to a secular spoken language. Bringing together psychoanalytic, semiotic, and comparative-literature perspectives, she provides deep insight into key moments in this history. Drawing on extensive, revealing interviews, Mock offers critical readings of two major Israeli authors, Aharon Appelfeld and Sami Michael, focusing on their struggles to write in Hebrew as immigrants. She delves into the archives of the lexicographer Eliezer Ben-Yehuda, the creator of an all-embracing dictionary of ancient and modern Hebrew, and considers Baruch Spinoza’s little-known Hebrew grammar in light of his philosophical works. In reflecting on the making and meaning of a mother tongue, Mock addresses questions of memory and forgetting, mourning and restitution, and the sacred and the secular. Through the exceptional history of Hebrew, this book uncovers the workings of language in the social and psychological realms.
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