In der letzten Zeit sind u.a. diese frei verfügbaren Titel erschienen:
Reading gender: Geschlechterreflexion (nicht nur) im Deutschunterricht anhand der Kinderkrimiserien Die drei ??? und Die drei !!!
Sophie Schuhmacher
https://doi.org/10.5282/edoc.34800
Die drei ??? und Die drei !!! sind nicht nur Klassiker der Kinderkrimiserien, sondern auch mit Inhalt und Vermarktung immer wieder Gegenstand der Kritik in Bezug auf (Geschlechter-)Stereotype. Wie lassen sich diese Anfragen einordnen und wissenschaftlich fassen? Welche Entwicklungen und Tendenzen, welche Ambiguitäten sind zu beobachten? Und wie kann auch oder gerade durch Medienwelten mit teils problematischen Darstellungen Geschlechterreflexion angeregt werden?
Die vorliegende Forschungsarbeit bietet einerseits einen theoretisch fundierten Rahmen zum Umgang mit medialen Geschlechterdarstellungen, andererseits ein didaktisches Analysemodell sowie eine ausführliche Untersuchung zu beiden Serien und Anregungen zur wertschätzenden methodischen Umsetzung geschlechterreflexiver Arbeit (nicht nur) im Deutschunterricht.
Der Wassermann – Geschichte eines Motivs in Literatur, Kunst und Film. Vom Spätmittelalter bis in die Gegenwart
Xizhen Wen
https://doi.org/10.15496/publikation-106907
Diese Arbeit verfolgt die Motivgeschichte des Wassermanns vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart anhand einer typologischen Ordnung. Literatur, Kunst und Film bilden dabei das Untersuchungsmaterial. Die Erscheinungsformen der Figur werden systematisch inventarisiert und im Hinblick auf ihre Wandlungsdynamiken analysiert. Im Zentrum stehen Männlichkeitskonzepte sowie die Bedeutung der nordischen Mythologie als Ursprungstradition. Der Wassermann erweist sich als archetypische und intermedial wirksame Reflexionsfigur, die literaturhistorisch, psychoanalytisch und volkskundlich untersucht wird. Ziel ist es, die Figur des Wassermanns unter kultur- und gendergeschichtlichen Gesichtspunkten neu zu erschließen.
Literatur am Ende: Putting Schöpfung in Erschöpfung

Julia Ingold u.a. (Hrsg.)
https://www.buechner-verlag.de/buch/literatur-am-ende/
https://doi.org/10.14631/978-3-96317-913-6 (direkt zur PDF-Datei)
Erschöpfte Ressourcen, erschöpfte Kunst, erschöpfte Wissenschaft? In unterschiedlichsten Diskursen manifestieren sich seit einigen Jahren, insbesondere seit der Coronapandemie, Erschöpfungserscheinungen. Viele Menschen fühlen sich von der neoliberalen Leistungs- und Wettbewerbsgesellschaft überfordert oder sind wütend aufgrund anhaltender rassistischer und sexistischer Strukturen. Tradierte Formen und Gattungen der Literatur scheinen in Anbetracht neuer medialer Ausdruckmöglichkeiten überholt und geisteswissenschaftliche Methoden und Kanones nicht mehr auf der Höhe der Zeit zu sein.
Die hier versammelten wissenschaftlichen und künstlerischen Beiträge berühren literarische, gesellschaftliche, politische und ökologische Erschöpfungsphänomene. Sie nehmen die Prosa Franz Kafkas ebenso in den Blick wie deutschsprachigen Diskurspop, die Siedlungsgemeinschaft auf dem Monte Verità, zeitgenössische Kinder- und Jugendliteratur, niedersorbische Märchen oder die Poetik des Nature Writing. Damit bietet der Band ein facettenreiches Panorama der Erschöpfungsliteratur vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart.




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