Die Kaiserinwitwe im China der Späteren Han-Dynastie: Gesellschaftlicher Status und Regentschaftspraxis
Während Frauen in der männerdominierten Welt der Späteren Han-Dynastie in ihren Möglichkeiten zum Aufstieg in Machtpositionen großen Einschränkungen unterworfen waren, bot ihnen ein Teil der konfuzianischen Konzeptionen von Familie Wege, dennoch großen Einfluss auszuüben. So verpflichtete der gesellschaftliche Kernwert der kindlichen Pietät Söhne dazu, ihren Müttern auch noch im Erwachsenenalter mit Gehorsamkeit bis hin zur Unterwürfigkeit zu begegnen. Umso mehr galt dies, sobald eine Mutter durch den Tod ihres Gatten zum Familienoberhaupt aufstieg.
Selbst der Kaiser war von diesen gesellschaftlichen Normen nicht ausgenommen und schuldete der Witwe seines Vorgängers kindliche Pietät, wodurch der Kaiserinwitwe innerhalb der Machtstrukturen des Kaiserhofs eine herausgehobene Position zukam: Sie stand als einziger Mensch in gewisser Hinsicht über dem Kaiser. Zudem konnte sie, sollte ihr Ehegatte keine anderweitigen Vorkehrungen getroffen haben, nach dessen Ableben unter seinen Söhnen und jüngeren Verwandten einen Nachfolger auswählen und auf den Kaiserthron bringen. Herkommen und Recht akzeptierten minderjährige, unter dem Vormund eines Erwachsenen stehende Kaiser, sodass es mehreren Kaiserinwitwen gelang, einen sich noch im Kindesalter befindlichen Kaiser zu bestimmen, für diesen die Regentschaft zu übernehmen und somit für kürzere oder längere Zeit höchstselbst über das Reich zu herrschen. Die gesellschaftliche Fundierung der Stellung der Kaiserinwitwe sowie die Praxis der Regentschaftsausübung sind mithin die Themen, die das vorliegende Buch behandelt.
Alexander Brosch ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sinologie und Ostasienkunde der Universität Münster. Das vorliegende Buch ist eine überarbeitete Fassung seiner Dissertation. Ausgehend von seinem Interesse für kulturgeschichtliche Hintergründe gesellschaftlicher, insbesondere auch auf die Familie bezogener Entwicklungen, beschäftigt sich der Autor in seinem nächsten Forschungsprojekt schwerpunktmäßig mit Geschwisterbeziehungen im China ab der mittleren Kaiserzeit.
BTS and Languages: K-pop Transcending Language and Communication
With the international rise of K-pop culture, this analysis of BTS and the languages surrounding and related to their music, fans, and media content provides a unique look into how languages are localized, hybridized, and utilized beyond popular entertainment.
Drawing on a wide range of data, the book examines various BTS-related content, from their music to the content generated by both BTS themselves and their fans. Chapters explore key sociolinguistic issues using BTS’s language as data, including their songs, lyrics, tweets, and interviews, and languages of BTS consumers, including fan interactions, reaction videos, commercials, as well as BTS-inspired signs and sounds in public places. With their phenomenal success in the global music market and ever-dominant presence on social media, BTS has inspired scholarly interest in academic fields such as culture and media studies, musicology, sociology, and business marketing, shedding light on effective communication and innovative language use.
As the very first scholarly collection on BTS-related language, this book will be of interest to students and scholars studying language use and communication, including linguistic hybridity, multimodality, translanguaging practices, and multilingual communication.
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