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Neue bibliothekarische Fachliteratur u.a.m. 2025.12

Neue bibliothekarische Fachliteratur u.a.m. 2025.12

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Die folgenden Titel haben in der letzten Zeit ihren Weg in unseren Bestand gefunden oder sind als Open-Access-Veröffentlichungen oder anderweitig online erschienen.
Vielleicht ist ja etwas Interessantes für Bibliothekswissenschaftler:innen oder Kolleg:innen in anderen Bibliotheken dabei. 🙂

Bücher

  • Bibliographic Classification: From Mimetic Representation to Isomorphic Documentality
    Open-Access-eBook | MIT Press
  • Drawn to the Stacks: Essays on Libraries, Librarians and Archives in Comics and Graphic Novels
    3K 97476 | KatalogPlus | McFarland
  • Fake News and Information Disorder in the Era of Advance Information Technology
    eBook | KatalogPlus | DeGruyterBrill
  • Haben wollen! 20 Jahre NS-Provenienzforschung an den Bibliotheken, Archiven und Sammlungen der Universität Wien
    Open-Access-eBook | V&R
  • Librarians as Researchers: Developing our Scholarly Identities
    3K 97469 | KatalogPlus | Bloomsbury
  • Libraries Empowering Society through Digital Literacy
    3K 97505 & eBook | KatalogPlus | DeGruyterBrill

Blog(-Post)s

Podcasts

  • In der Folge „Bücher auf dem Index – Wie Book Bans und Verbote die Literatur bedrohen“ von SWR2 Wissen kommen auch zwei Münsteraner Professorinnen zu Wort: Corinna Norrick-Rühl und Silvia Schultermandl.
    Bücherverbote gab es in Deutschland zuletzt in der NS-Zeit. Heute ist geregelt, ab wann ein Buch als gefährlich gilt und auf den Index kommt. Bibliotheken, Schulen und Buchläden geraten trotzdem zunehmend unter Druck, bestimmte Titel auszusortieren. Rechte Aktivisten etwa wollen queere oder Rassismus-kritische Literatur aus öffentlichen Institutionen entfernen. Länder wie die USA oder Ungarn erlassen “Book Bans” und verbieten unliebsame Bücher gleich ganz. Fachleute warnen vor einer globalen, politischen Agenda, die auch die deutsche Literaturszene beeinflusst. Was bedeuten die Eingriffe ins Buchsortiment für Leserinnen und Leser?
  • Im „Umdenken“-Podcast der Uni Münster war die Corinna Norrick-Rühl auch zu Gast: „Social Media ist „Riesenglück“ für den Buchmarkt“.
    Vor dem Hintergrund der wachsenden Zahl von mit künstlicher Intelligenz produzierten Büchern auf einigen Plattformen warnt die Buchwissenschaftlerin Prof. Dr. Corinna Norrick-Rühl vor den gesellschaftlichen Gefahren. „Wenn wir irgendwann ausschließlich KI-Texte konsumieren, fehlt es an Menschen, die uns durchdachte Texte liefern“, gibt die Expertin in der neuen Folge des „Umdenken“-Podcasts der Universität Münster zu bedenken. Sie appelliert daher „an die Vernunft jedes Einzelnen“ und warnt davor, entsprechende Tools leichtfertig mit Buchinhalten zu „füttern“.
    Gleichwohl habe der technologische Fortschritt auch positive Auswirkungen auf den Buchmarkt. Social-Media-Trends wie „BookTok“ auf der Plattform TikTok seien ein „Riesenglück“ für die Branche, erklärt die Wissenschaftlerin. „Diese Trends führen nachweislich dazu, dass auch bisherige Nicht-Leserinnen und -Leser auf bestimmte Bücher aufmerksam werden.“ Zudem vermarkten sich immer mehr Buchhandlungen in den sozialen Medien und gewinnen insbesondere junge Menschen – vor allem die Zahl der 16 bis 29-jährigen Leserinnen und Leser ist im Gegensatz zu anderen Altersgruppen zuletzt gestiegen.
  • Der Podcast „Allusionist“ beschäftigt sich eigentlich mit Sprache. In Folge 218 ging es im Oktober aber um: Banned Books.
    It’s Banned Books Week. Honorary youth chair Iris Mogul and Sam Helmick, president of the American Library Association, talk about what it is, why it matters so much, and how you can get involved.
  • Im „radioWissen“ von BR2 gabs eine Folge zu „Papier für die Ewigkeit – Wie Restauratoren Geschichte retten“:
    Festplatte, CD-Rom, Diskette: frühe digitale Speicher sind heute kaum noch lesbar. Papier jedoch kann über 2000 Jahre alt werden. Um Schimmel, Schmutz und Brüche kümmern sich Restaurator:innen wie in München, wo ein Jahrhundertfund wieder hergestellt wird: Mitschriften zu Hegels Vorlesungen.
  • Der Podcast UB FFM der Frankfurter Kolleg:innen stellt den Fachinformationsdienst Biodiversitätsforschung, kurz BIOfid, vor:
    BIOfid hat das Ziel, ein leistungsfähiges Informationssystem für die Biodiversitätsforschung aufzubauen, das aktuelle und historische Fachliteratur überregional und in zeitgemäßen Formaten bereitstellt. Dazu gehört insbesondere die Digitalisierung bislang nur gedruckt vorliegender Werke zur Biodiversität, um sie besser zugänglich zu machen und zugleich ein Textkorpus für ein Pilotprojekt zum Text-Mining, zur semantischen Erschließung von Volltexten, zu schaffen. Im Mittelpunkt stehen dabei Veröffentlichungen zur Vielfalt der Gefäßpflanzen, Schmetterlinge und Vögel in Mitteleuropa. Das Projekt wird gemeinsam von der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg (UB JCS), der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN) und dem Text Technology Lab (TTLab) des Instituts für Informatik der Goethe-Universität Frankfurt betrieben und seit 2017 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.
  • Der Podcast „HAB gehört” ist derweil bei Folge 22 angekommen: „Vom Bierbrauen bis zum Fechten. Bücher, die zeigen, wie man´s macht“.
    In dieser Episode tauchen wir ein in die faszinierende Welt der frühneuzeitlichen How-to-Bücher. Im 16. Jahrhundert waren solche Werke für verschiedenste Menschen von unschätzbarem Wert: Sie lieferten konkrete Anleitungen, wie man Heilmittel herstellt, Metalle bearbeitet, Farben mischt oder sogar Bier braut – Wissen, das heute in einem YouTube-Tutorial oder Online-Forum abrufbar wäre.
  • Im Podcast vom Forschungs- und Kompetenzzentrum Digitalisierung Berlin (digiS) ist ebenfalls eine neue Folge erschienen:
    Im Gespräch mit Esra Paul Afken (Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft) und Lorraine Bluche (Stiftung Stadtmuseum Berlin) spricht Xenia Kitaeva über den Umgang mit Digitalisaten „komplexer” und problematischer Objekte – „Komplexes Erbe“.
  • In der Reihe „Das Wissen“”” vom SWR gabs eine Folge zu „Bücher von der KI – Wie sich der Buchmarkt verändert“:
    “In zwei Tagen erstellen Sie ein Kinderbuch”, wirbt ein Online-Seminar. Dank ChatGPT, KI-Zeichen-Programm und Onlinevertrieb. Immer mehr KI-generierte Kinderbücher kommen auf den Markt. In ihnen wiederholen sich die immer gleichen Erzähl- und Handlungsmuster; echte Kreativität bleibt auf der Strecke. Auch die Reiseführer-Branche bangt: 2025 brachte eine Autorin Dutzende Reiseratgeber auf den Markt; von Armenien über Bhutan bis zur Schweiz. Verlagsvertreter haben keine rechtliche Handhabe gegen rein mit KI erstellte Bücher, denen sie Umsatzeinbußen verdanken. Verbraucherschützer fordern rechtliche Klarheit darüber, wer für KI-Texte verantwortlich ist.
  • Und vielleicht am Rande interessant sind
    • diese radioWissen-Folge zum Thema „Viren, Würmer, Trojaner – Die Geschichte der Computerschädlinge“:
      Computerschädlinge können Firmen, Krankenhäuser oder die öffentliche Verwaltung lahmlegen und enorme Kosten verursachen. Dahinter steht eine kriminelle Malware-Industrie. Dabei waren die ersten Computerschädlinge eher Unfälle oder fast naive Spielereien von Nerds oder aufmüpfigen Jugendlichen.
    • oder dieses WDR-ZeitZeichen zur Computermaus:
      In den 1960er-Jahren probieren der US-amerikanische Computertechniker Doug Engelbart und sein Team in Stanford, Kalifornien, systematisch verschiedene Steuerungsmöglichkeiten für Computer aus: Den Joystick etwa oder den Light Pen, bei dem mit einem an einem dicken Kabel hängenden Stift direkt am Bildschirm markiert wird. Auch exotische Lösungen wie die Steuerung mit Pedalen oder mit dem Knie mittels einer unter den Schreibtisch montierten Apparatur werden getestet.
      Mitte der 1960er-Jahre fällt die Entscheidung für das Eingabegerät der Wahl. Inzwischen ist der Computeringenieur Bill English zu Engelbarts Team gestoßen und hat den ersten Prototyp einer Maus gebaut, aus Holz und mit der Ergonomie einer Butterdose. Sie steht auf zwei um 90 Grad versetzten Rädchen, die jeweils die horizontale und vertikale Bewegung registrieren.
      Die studentischen Probanden lieben die Maus, weil sie schnell ist und präzise. 1967 stellt Engelbarts einen Patentantrag. Am 17. November 1970 wird es ihm als Patent US3541541 zugewiesen.

Vermischte Medien

  • Falls sich jemand für Lyrik interessiert, könnte „The way, the deep“ was sein: „A poem for information professionals; in libraries, knowledge and information management“.
    [gefunden im Bibliotheksportal]
  • … und für die Jüngeren in unserem Umfeld: In der KiKa-Mediathek gibts eine Sendung namens „Darum brauchst du Bibliotheken!“ 🙂
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