In der letzten Zeit sind u.a. diese frei verfügbaren Titel erschienen:
The Diachrony of Definiteness in North Germanic
Dominika Skrzypek, Alicja Piotrowska & Rafal Jaworski (Hrsg.)
https://doi.org/10.1163/9789004463684
This book is an account of the rise of definite and indefinite articles in Danish, Swedish and Icelandic, as documented in a choice of extant texts from 1200-1550. These three North Germanic languages show different development patterns in the rise of articles, despite the common origin, but each reveals interdependencies between the two processes.
The matter is approached from both a quantitative and a qualitative perspective. The statistical analysis provides an improved overview on article grammaticalization, focusing on the factors at the basis of such process. The in-depth qualitative analysis of longer text passages places the crucial stage of the definite article grammaticalization with the so-called indirect anaphoric reference.
Frequenz. Prototyp. Schema: Ein gebrauchsbasierter Ansatz zur

Eleonore Schmitt
https://langsci-press.org/catalog/book/406
https://doi.org/10.5281/zenodo.8434909
Die Arbeit entwickelt ein gebrauchsbasiertes Modell zur Entstehung grammatischer Varianten. Dieses wird auf drei Variationsphänomene angewandt: Variation in der Konjugation (geglimmt/geglommen), Variation in der Deklination (des Bären/Bärs) und Variation in der Selektion zwischen haben und sein im Perfekt (ich bin/habe Auto gefahren). Zudem wird das Modell psycholinguistisch überprüft. Das Modell greift auf den gebrauchsbasierten Ansatz der Kognitionslinguistik zurück und erarbeitet Frequenz, Prototyp und Schema als grundlegende Einflussfaktoren darauf, wie wahrscheinlich Variation und Stabilität in einem Sprachsystem sind: Bei allen Variationsphänomenen sind neben der Variation auch stabile Verwendungen zu beobachten (geflogen/*gefliegt, des Matrosen/*des Matroses, ich bin gegangen/*ich habe gegangen).
Im theoretischen Teil der Arbeit werden Frequenz, Protoyp und Schema als kognitive Einflussfaktoren auf Variation und Stabilität modelliert und anschließend ihr Einfluss auf die drei Variationsphänomene theoretisch beleuchtet. Im empirischen Teil der Arbeit wird der Einfluss der Faktoren Frequenz, Prototyp und Schema anhand von Reaktionszeitmessungen überprüft.
Das in der Arbeit entwickelte Modell fasst Variation und Stabilität von Sprache probabilistisch und prognostiziert auf diese Weise Variation. Der Rückgriff auf Reaktionszeiten erlaubt es, in der Sprachverarbeitung Variationspotential zu erkennen, das noch nicht im Sprachgebrauch sichtbar ist. Die Arbeit verdeutlicht damit den zentralen Stellenwert, den Variation in der Sprache einnimmt, erweitert mit der Verbindung aus Kognitions- und Psycholinguistik bestehende Forschung und ermöglicht einen systematischen, empirisch überprüfbaren Zugang zu Variation.
Über Sprache: Einige möglicherweise sachdienliche Überlegungen

Christian Braun
https://doi.org/10.25364/978-3-903374-42-3
Der vorliegende Band ist der erste einer Reihe, die zentrale Themen der Sprachwissenschaft einführend behandelt. Ziel ist, Studierenden bzw. am Phänomen Sprache interessierten Personen eine (weitere) Möglichkeit anzubieten, sich eigenständig mit grundlegenden Belangen des Untersuchungsgegenstandes auseinanderzusetzen.
Der erste Teil betrachtet Sprache im Hinblick auf die allgemeinen Gegenstände dieser Welt. Es geht also um die Frage, welche Phänomene im Universum vorkommen, um auf diese Weise Klarheit darüber zu gewinnen, wie sich Sprache zu diesen verhält.
Der zweite Teil behandelt Sprache unter dem Aspekt ihrer Evolution. Hier richtet sich der Fokus darauf, wie sich die menschliche Sprache entwickelt, was eigentlich das Besondere an ihr ist und wie sie sich von den Kommunikationsarten anderer Lebewesen auf diesem Planeten unterscheiden lässt.


Schreibe einen Kommentar