Die folgenden Titel haben in der letzten Zeit ihren Weg in unseren Bestand gefunden oder sind als Open-Access-Veröffentlichungen oder anderweitig online erschienen.
Vielleicht ist ja etwas Interessantes für Bibliothekswissenschaftler:innen oder Kolleg:innen in anderen Bibliotheken dabei. 🙂
Bücher
- Beyond the Books: Culture, value, and why libraries matter
3K 98181 | KatalogPlus | Wakefield Press - Bibliothekarisches Grundwissen 10. Auflage
eBook | KatalogPlus | De Gruyter Saur - Degrees of Academic Librarians: The Case for Capacious Credentialing
Open-Access-Buch | Cambridge - Feminist Librarianship: Principles, Practices and Provocations
eBook | KatalogPlus | Facet - Just Plain Filthy: The Story Behind Book Banning’s Trial of the Century
Bibliothek Englisches Seminar: Signatur AYk 70/11 | KatalogPlus | Bloomsbury - Libraries and Tourism: A Complex and Enduring Relationship
eBook | KatalogPlus | Cambridge Scholars - Praxishandbuch Personalgewinnung in Bibliotheken: Arbeitskräfte finden, gewinnen und halten
Open-Access-Buch | De Gruyter Saur - Strategisches Management in Bibliotheken: Auf dem Weg zur Bibliothek der Zukunft
eBook | KatalogPlus | Springer Gabler
Zeitschriften-/Zeitungsartikel
- In einem kleinen Beitrag „Metadata and the Human Dimensions of Librarianship: Memory, Invisible Labor, and Professional Formation“ in der Zeitschrift College & Research Libraries teilt die US-amerikanische Kollegin Veronica Fu Überlegungen, die „ein einfaches Katalogisat“ ausgelöst hat.
Blog(-Post)s
- „Zeigt her eure Hände! Wie man im Mittelalter wichtige Textstellen markiert hat“ erläutern Kolleg:innen der UB Basel.
- Im Blog der UB der University of Michigan gibt es eine mehrteilige Serie zur Restaurierung eines Exemplars des „Theatrum Orbis Terrarum“, des ersten Atlasses der Welt.
- „How to Sell Bullshit Online (Fast)“ – ein guter Überblick eines Kollegen aus der UB Leipzig über KI-generierte Bücher am Beispiel von Titel von „tredition“ – und das Follow-Up: „Klaas Klever ist gefasst“!
- Die DNB gibt einen Einblick in den „Maschinenraum der GND“.
- Ein US-amerikanischer Kollege, John M. Jackson, nimmt uns eine Woche lang mit in sein Büro: „Librarian day in the life“, Tag 1, 2, 3, 4, 5.
- Im „Faculty Newsletter“ des MIT gab es einen „Lament for the MIT Libraries“ einer Wissenschaftlerin: „For universities across time, the library was the heart, research center, and substance of the knowledge and processes of education that any university contributed to, built on and extended. […] I write with dismay, grief and sorrow for the permanent closure of MIT Libraries Barker, Dewey and Rotch, and termination of library staff in those libraries.“
- In „NWBibBot – Eine Regionalbibliographie in Wikipedia sichtbar machen“ beschreibt das lobid-Team, wie es „mithilfe eines Wikipedia Bots automatisiert mehr als 4300 Verlinkungen in Wikipedia-Artikeln über Ortschaften in Nordrhein-Westfalen ergänzt“ hat.
Jahresberichte
- Die ZB Med in Köln hat ihren Jahresbericht 2025 in digitaler Fassung vorgelegt.
- Und die UB Augsburg auch: „Lange Nächte, neue Lebensabschnitte und digitale Projekte“.
Veranstaltungsmitschnitte
- „Sichtbarkeit schaffen! Strategische Kommunikation als Kernaufgabe wissenschaftlicher Bibliotheken“ – so lautete eine Veranstaltung des dbv am 18.6., zu der die Folien und eine Aufzeichnung auf der Seite des dbv online gestellt wurden. „Wie können sich wissenschaftliche Bibliotheken überzeugend gegenüber der Öffentlichkeit, der Nutzerinnen und Entscheidungsträgerinnen präsentieren? Wie gelingt es, Kolleg*innen verschiedener Bereiche dafür zu gewinnen, die Bibliothek aktiv nach außen zu vertreten? Und wie können wir auch als Community gemeinsam wirksam kommunizieren? Gerade in Zeiten bundesweiter Sparmaßnahmen ist es zentral, klar zu zeigen, wofür wissenschaftliche Bibliotheken stehen, welche Aufgaben sie übernehmen und welche gesellschaftliche Relevanz sie haben.
Diese und weitere Fagen haben wir am 18.06.2026 diskutiert.
Nach einem kurzen Impulsvortrag von Alexandra Taplick, Leiterin der Stabsstelle Kommunikation und Marketing an der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin, haben wir die Initiative WEITER WISSEN sowie Aktionstage mit vorbereiteten Materialien vorgestellt, an denen wir als Bibliothekscommunity gemeinsam „laut“ sein können.“
Podcasts
- In der Reihe „Die Wissensarchitekt*innen“ von Ulrike Wuttke ging es in den Folgen 3 und 4 um „Digitalen Kolonialismus“ mit Ingo Dachwitz und Sven Hilbig und um „Von Stop Tracking Science zu Open Research Europe – Wie kann die Wende des wissenschaftlichen Publikationssystems gelingen?“ mit Björn Brembs.
- Im ResearchLibraryPodcast (RLP) der Uni Wien beschäftigt sich Folge 52 mit „Spuren lesen, Geschichte zurückgeben“: „Martin Gasteiner spricht mit Markus Stumpf, Leiter der Fachbibliothek Zeitgeschichte an der Universität Wien und langjährigem Leiter der Provenienzforschung an der Universitätsbibliothek Wien, über Anfänge, Methoden und Perspektiven eines Forschungsfeldes, das in den vergangenen zwei Jahrzehnten stark an Bedeutung gewonnen hat. Ausgangspunkt des Gesprächs ist die systematische Aufarbeitung von Beständen, die unter den Bedingungen des Nationalsozialismus an die Universität Wien gelangt sind. Dabei wird deutlich, dass Provenienzforschung weit mehr ist als die Rekonstruktion von Besitzverhältnissen: Sie verbindet zeithistorisches Wissen, bibliothekarische Praxis und institutionelle Verantwortung. Im Zentrum stehen die oft schwer lesbaren Spuren in Inventaren, Erwerbungsakten und Sammlungen, die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Institutionsgeschichte sowie die Frage, was Rückgabe heute konkret bedeuten kann. So entsteht ein Gespräch über Forschung, Erinnerungskultur.“
- Die Frankfurter Kolleg:innen sprechen in ihrem Podcast „UB FFM“ über „Bibliothek im Wandel: Forschungsdatenmanagement als neues Handlungsfeld“: „Neue Rollen, neue Aufgaben – zwischen Routine und Neuland: Wie sich der Arbeitsalltag in einer Bibliothek verändern kann, beschreiben Nicole Braungart und Susanna Kexel, die im GUDe-Redaktionsteam den 1st level support für das Goethe University Data Repository (GUDe) betreuen.“
- In der Reihe „Die Dinge der Herzog August Bibliothek“ behandelt Folge 30 „Das Bücherrad“: „Heute geht es um ein Objekt, das Bewegung ins Lesen brachte: das Bücherrad. Elizabeth Harding spricht über das sogenannte Bücherrad – ein ebenso ungewöhnliches wie praktisches Lesegerät der Frühen Neuzeit. Mit seiner drehbaren Konstruktion ermöglichte es, mehrere geöffnete Bücher gleichzeitig zu nutzen, ohne den Überblick zu verlieren. Diese Episode geht der Frage nach, warum das Bücherrad so gut zu Herzog August dem Jüngeren passt – und was das Möbelstück mit Trinkspielen zu tun hat.“
- In Folge 59 von „The Future is Open Science“ (FOS) von der ZWB spricht Doreen Siegfried mit dem Politikwissenschaftler und Forschungsdatenexperten Sven Vlaeminck über „Datensouveränität – Open Science in kritischen Zeiten“.
- Die SWR-„Das Wissen“ Folge „Bücher auf dem Index – Wie Book Bans und Verbote die Literatur bedrohen“ aus dem Oktober 2025 wurde am 22.6. in einer aus aktuellen Anlässen überarbeiteten Fassung wiederveröffentlicht: „Verwüstete Bibliotheksregale, politisch motivierte Buchverbote oder ein Kulturstaatsminister, der eine Buchhandlung als extremistisch diffamiert – Fachleute sprechen von einem neuen Kulturkampf gegen die Literatur. Wie geht die Buchbranche hier damit um?“
- Und im Deutschlandfunk gab es zwei fachlich relevante Features:
- „Regulierte Wahrheit: Über den Kampf gegen Fakenews“: „Was darf gesagt werden – und wer entscheidet darüber? Der Kampf gegen Desinformation ist ein globaler Konflikt, an dem die Zukunft der liberalen Demokratien hängt. In Singapur droht einer Aktivistin Gefängnis, weil sie sich weigert, staatlich verordnete Korrekturen zu veröffentlichen. In Europa werden Fact Checker mit dem Tod bedroht. Rechte Regierungen und Tech-Konzerne bekämpfen staatliche Regulierungen sozialer Medien als „Zensur“. Es ist ein ungelöstes Problem: wie sehr sollen Staaten in die Meinungsfreiheit eingreifen, wenn sie missbraucht wird, um Demokratie zu zersetzen?“
- „Die Bibliothek von Alexandria – Der Traum vom universellen Wissen„: „Dies ist die Geschichte einer antiken Denkfabrik, Knotenpunkt der Elite. Die Bibliothek von Alexandria ist zum Sinnbild des Wissensspeichers geworden, auch wenn es keine archäologischen Zeugnisse gibt. Bis heute prägt sie die Organisation von Wissen.“
Vermischte Medien
- Mit „WikiKult“ gibt es jetzt eine Handreichung für Offene Kulturdaten via Wikidata in Museen, Archiven und Bibliotheken: „Digitalisierte Sammlungen entfalten ihr volles Potenzial für Forschung, Vermittlung und Partizipation erst in der Vernetzung untereinander, als verknüpfte offene Kulturdaten. Die offene Wissensdatenbank Wikidata ist hier ein wichtiger Knotenpunkt. Zum Beispiel sind weltweit über eine Million Gemälde in Wikidata erfasst.
In Deutschland engagieren sich zahlreiche Institutionen im Bereich Kulturerbe auf Wikidata und machen so ihre Sammlungen sichtbar und nutzbar, darunter das Pressearchiv 20. Jahrhundert, das Museum für Naturkunde Berlin und das Landesmuseum Württemberg.
Doch was bedeutet das für die Sammlungen? Welche Vorteile hat es, zu diesem offenen Wissensspeicher beizutragen? Und was ist besonders an dieser Community-Plattform? Mit dieser Handreichung stellen wir die Vorteile von Wikidata für Kulturerbeinstitutionen vor!“ - „Visualizing all books of the world in ISBN-Space“: „Libraries have been trying to collect humanity’s knowledge almost since the invention of writing. In the digital age, it might actually be possible to create a comprehensive collection of all human writing that meets certain criteria. That’s what shadow libraries do – collect and share as many books as possible.
One shadow library, Anna’s Archive (which I will not link here directly due to copyright concerns), recently posed a question: How could we effectively visualize 100,000,000 books or more at once? There’s lots of data to view: Titles, authors, which countries the books come from, which publishers, how old they are, how many libraries hold them, whether they are available digitally, etc.
International Standard Book Numbers (ISBNs) are 13-digit numbers that are assigned to almost all published books. Since the first three digits are fixed (currently only 978- and 979-) and the last digit is a checksum, this means the total ISBN13-Space only has two billion slots. Here is my interactive visualization of that space.“ - Auf langweiledich.net gibt ein kleines Video zu „D[en] kleinsten Bücher der Welt – Handliche Lektüre“.
- … und am Rande eine gute Zusammenstellung zum Thema Vorträge-Halten: „Ten tiny tips for preparing a talk“ von Ned Potter, einem Kollegen der UB York.




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