Der 8. März ist Internationaler Frauentag.
Zu diesem Anlass möchten wir Ihnen einige Literaturempfehlungen aus unserem Bestand geben.
Wir wünschen interessante Lektüre!
Feministisch lesen: eine Einführung mit Lektüretools und Textbeispielen

Katja Kauer
Literatur, nicht nur die klassische, sondern sehr augenscheinlich auch die der Gegenwart, zeichnet ein buntes Bild von Geschlecht, das mit den herkömmlichen, patriarchalisch geprägten ‚Lektürebrillen‘ nicht richtig erfasst werden kann. Obwohl die Gender Studies im akademischen Diskurs inzwischen eine wichtige Rolle spielen, hinkt eine praktisch orientierte Genderanalyse dem theoretischen Diskurs hinterher. Dieses Studienbuch zeigt anschaulich, wie hilfreich Gender Studies für die literaturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit einzelnen Texten sein können, und nimmt Fragen in den Blick, die die Literatur in Bezug auf geschlechtlich basierte Anerkennungsprozesse stellt. Im Zentrum stehen praktische Lektüretools, die an konkreten gegenwartskulturellen Textbeispielen vorgestellt werden. Sie machen Bedeutungsebenen der Texte sichtbar, die sonst verborgen bleiben, und helfen, scheinbare Aporien und Widersprüche in der Figurierung zu erklären. Das Buch ist die erste Monografie im germanistischen Bereich, die diese Art von Lektüretools entwickelt.
» zum Buch im ULB-KatalogPlus
» zum Buch auf der Verlags-Website
Fighting like a woman: die Geschichte der Frauen, die zurückschlagen

Andrea Böhm
Boxerinnen im frühen 18. Jahrhundert, Jiu-Jitsu-Suffragetten, kurdische Kämpferinnen an der Waffe: Dieses Buch erzählt die vergessene Geschichte kämpfender Frauen.
In Zeiten eines globalen antifeministischen Backlash erzählt die Journalistin Andrea Böhm die vergessenen Geschichten jener Frauen, die sich gegen Unterdrückung und Geschlechtergrenzen physisch auflehnen. Ob im Ring, zu Hause oder auf dem Schlachtfeld: Frauen haben zu allen Zeiten das Dogma ihrer physischen Unterlegenheit gegenüber Männern infrage gestellt. Andrea Böhm fragt, ob der weibliche Körper tatsächlich so wehrlos ist, wie es uns von Kindesbeinen an gelehrt wird. Das männliche Gewaltmonopol: ein Mythos? Auf ihren Reisen begegnet sie mexikanischen Ringerinnen, die halsbrecherisch gegen die weibliche Opferrolle kämpfen; kurdischen Milizionärinnen, die im Krieg von einer feministischen Utopie träumen; kenianischen und deutschen Schülerinnen, die lernen, dass Wut ein befreiendes Gefühl ist − und Selbstverteidigung ihr gutes Recht. Und sie begegnet Männern, die diese Mädchen und Frauen dabei unterstützen. Sie alle sind überzeugt, dass ein selbstbewusstes weibliches Körperbewusstsein Voraussetzung für eine gleichberechtigte Gesellschaft ist.
Ein unverzichtbares und persönliches Plädoyer für einen physischen Feminismus.
» zum Buch im ULB-KatalogPlus
» zum Buch auf der Verlags-Website
Girl on girl: how pop culture turned a generation of women against themselves
Sophie Gilbert
What happened to feminism in the twenty-first century? This question feels increasingly urgent in a moment of cultural and legislative backlash, when widespread uncertainty about the movement’s power, focus, and currency threatens decades of progress.
Sophie Gilbert identifies an inflection point in the late 1990s and early 2000s, when the energy of third-wave and “riot grrrl” feminism collapsed into a regressive period of hyper-objectification, sexualization, and infantilization. Mining the darker side of nostalgia, Gilbert trains her keen analytic eye on the most revealing cultural objects of the era, across music, film, television, fashion, tabloid journalism, and more. What she recounts is harrowing, from the leering gaze of the paparazzi to the gleeful cruelty of early reality TV and a burgeoning internet culture vicious toward women in the spotlight and damaging for those who weren’t. Gilbert tracks many of the period’s dominant themes back to the rise of internet porn, which gained widespread influence as it began to pervade our collective consciousness.
The result is a devastating portrait of a time when a distinctly American blend of excess, materialism, and power worship collided with the culture’s reactionary, puritanical, and chauvinistic currents. Amid a collective reconsideration of the way women are treated in public, Girl on Girl is a blistering indictment of the matrix of misogyny that undergirded the cultural production of the early twenty-first century, and continues to shape our world today.
» zum Buch im ULB-KatalogPlus
» zum Buch auf der Verlags-Website
Witches, Bitches, It-Girls: wie patriarchale Mythen uns bis heute prägen

Rebekka Endler
Das Patriarchat ist kein Mythos. Bestsellerautorin Rebekka Endler macht sich in ihrem neuen Buch auf die Suche nach den Ursachen des Patriarchats und geht der Frage nach, welche misogynen Mythen bis heute unser Denken und Handeln bestimmen.
Witches, Bitches, It-Girls ist eine anekdotische Spurensuche, die durch die lange Menschheitsgeschichte führt. Rebekka Endler blickt dabei in den Maschinenraum des Patriarchats, beschäftigt sich mit der Kanonisierung in der Kunst, mit der Epoche der Romantik, mit der sogenannten Normalität und mit feministischen Wellen, mit Cancel-Culture und Transfeindlichkeit – und fragt: Was bringt so viele Frauen heute noch dazu, von einem rettenden Märchenprinzen zu träumen? Warum werben sogenannte Tradwives für ein Leben als Hausfrau und Mutter? Was steckt hinter der Mommy-Blogger-Welle, und welche Funktion haben Frauenbilder wie Witches, Bitches und It-Girls?
Humorvoll, schlagfertig und kämpferisch zeigt Rebekka Endler, wie wir alle das Patriarchat Tag für Tag am Laufen halten – und wie wir es dennoch verändern können, wenn wir das System dahinter verstehen und angreifen.
» zum Buch im ULB-KatalogPlus
» zum Buch auf der Verlags-Website
Übrigens: Rebekka Endler gibt zusammen mit Annika Brockschmidt den Podcast „Feminist Shelf Control“ heraus.



Schreibe einen Kommentar