Die folgenden Titel haben in der letzten Zeit ihren Weg in unseren Bestand gefunden oder sind als Open-Access-Veröffentlichungen oder anderweitig online erschienen.
Vielleicht ist ja etwas Interessantes für Bibliothekswissenschaftler:innen oder Kolleg:innen in anderen Bibliotheken dabei. 🙂
Bücher
- Am Herzschlag der Demokratie: Geschichte und Architektur der Stadtbibliotheken in Deutschland und den USA
3K 98546 | KatalogPlus | Website der Autorin - Behind the Music Scores: Current Trends in Music Librarianship and Archival Management
eBook | KatalogPlus-Eintrag folgt | De Gruyter Brill - Cultural Data: The Intimate Analytics of Digital Collections
eBook | KatalogPlus | Routledge - Degrees of Academic Librarians: The Case for Capacious Credentialing
Open-Access-eBook | Cambridge - The Discipline of Organizing (5. Aufl.)
Open-Access-eBook | Berlin University Publishing - Generative AI and Libraries: Claiming Our Place in the Center of a Shared Future
eBook | KatalogPlus | ALA - Handbuch IT in Bibliotheken
Open-Access-eBook | Berlin Universities Publishing - Lernwelten verstehen: Grundlagen, Rahmenbedingungen und Konzepte
Open-Access-eBook | De Gruyter Brill - Librarianship Beyond the Textbook: A Practical Guide for Real-World Challenges
3K 98621 | KatalogPlus | Bloomsbury - Platform Power and Libraries
eBook | KatalogPlus | Litwin Books - Wissenschaftstracking und Lock-in-Effekt: Ein Deal gegen digitale Souveränität
Open-Access-eBook | Melusine Press
Zeitschriften
- Seit Band 60/2026 erscheint der Bibliotheksdienst open access.
Zeitschriften-/Zeitungsartikel
Blog(-Post)s & Pressemeldungen
- „Wenn Geschichte strahlt“: Die Frankfurter Kolleg:innen haben eine Handschrift mit Röntgenfluoreszenzanalyse untersucht.
- „Gegen Normen verstoßen? Zwei Artikel Max Plancks nach 60 Jahren zurückgezogen“, meldet heise. „Wohl schon vor 20 Jahren wurden zwei Texte Max Plancks aus einer Zeitschrift zurückgezogen, in der sie vor 80 Jahren erschienen sind. Der Verlag [= Springer] schweigt.“
- In Leipzig gab es eine spannende Aktion: „Insektenwissen oder: Die Entstehung eines Termitenhügels in der Bibliotheca Albertina“: Im Mai dieses Jahres eröffnete die Ausstellung „Insektenwissen. Historische Bücher und Präparate zur Insektenkunde“, die beeindruckende Abbildungen und Präparate von Insekten präsentiert. Um die Aufmerksamkeit von Studierenden und Besucherinnen der Bibliotheca Albertina zu wecken und sie in den etwas versteckten Ausstellungsraum zu führen, sollte ein lebensgroßer Termitenhügel im Foyer entstehen. Nach einer großen Sammelaktion der gesamten Belegschaft der Universitätsbibliothek Leipzig und wochenlanger Arbeit ist es geschafft: Der leuchtend orangene Berg mitten im Foyer ist nicht zu übersehen. Der Prozess dieser Entstehung sowie die Bedeutung des Hügels sollen in diesem Blogbeitrag dargestellt werden.*
- In Bologna wurde eine besondere Bibliothek veröffentlicht: „Umberto Eco’s Personal Library Opens to the Public: More Than 32,000 Books, Exactly as He Left Them“
- „Vom Papier zum Pixel: Eine Führung durch die Retrodigitalisierung“ gibt die TIB Hannover.
- Unter dem Titel „Bestands- und Objektgeschichten erzählen, Unrechtskontexte aufarbeiten“ berichtet die UB Leipzig aus ihrer Provenienzforschung.
- Im neuen Substack-Blog „Library Lily“ gibt es u.a. diesen Beitrag: „Lily’s Declassified Conference Survival Guide“
- Die Library Trainees an der Uni Oxford machen neben ihrer Ausbildung jeweils ein Praxisprojekt. Im Blog gibt es dann einen kleinen Einblick: Teil 1 für 2026.
- Im Juni ist das Gesetz über die DNB (DNBG) 20 Jahre alt geworden. Im Blog der DNB gibts einen Rückblick.
- Die DNB hat eine Reihe namens „Library Love“ gestartet. Folge 1 erklärt die Idee dahinter, in Folge 2 gehts um „Wiborada – Schutzheilige der Bibliotheken“.
- Einen kleinen „ISBN-Rant“ gibts im Blog der Plattform „Shelvd“, das sich mit historischen Beständen u.ä. beschäftigt: „The ISBN Was Invented in 1970. Your Books Don’t Care.“: „On the quiet tyranny of a thirteen-digit number, and the four centuries of bibliographic civilisation it cheerfully ignores.“
- Ein Physiker wird neuer Direktor der British Library: „Dr Paul Bate will join the British Library as Chief Executive on 4 November 2026, bringing extensive leadership experience across research, technology, healthcare and the UK space sector“, heißt es in der Pressemeldung.
Veranstaltungsmitschnitte
- An der UB Basel wurde im Juni gefeiert: „Bücher aus 555 Jahren und Geschichten aus dem Leben und Wirken meiner Vorgänger“ war der amüsante Vortrag der Direktorin Alice Keller betitelt, den man im Blog der Bibliothek nachlesen und auf YouTube nachschauen kann.
- Ralf Stockmann von der ZLB in Berlin hat im April auf der Jahrestagung der Informationsdienstleistenden und Bibliotheken der Max-Planck-Gesellschaft einen Vortrag gehalten zu „Wir müssen uns Schrödingers Katze als halbtot vorstellen: Über KI, Urteilskraft und die Kunst, Widersprüche auszuhalten“: „Generative KI konfrontiert uns mit einem grundlegenden Widerspruch: Ihre Ergebnisse können gleichzeitig beeindruckend und fehlerhaft, nützlich und riskant, intelligent und erstaunlich begrenzt sein. Wer sinnvoll mit KI arbeiten will, muss diese Ambivalenz weder auflösen noch verdrängen, sondern professionell mit ihr umgehen.
Der Vortrag zeichnet den Weg von frühen Debatten über maschinelle Intelligenz bis zur heutigen KI-Praxis nach. Er betrachtet verlorene Wetten gegen Maschinen – von Schach über Go bis zum Turing-Test –, diskutiert KI als mögliche neue „Kränkung der Menschheit“ und fragt, welche Urteilskraft Menschen in einer Welt leistungsfähiger Sprachmodelle benötigen. Im Zentrum steht dabei eine praktische KI-Literacy […].“
Podcasts
- In der Reihe „IQ – Wissenschaft und Forschung“ gibts eine Folge „Suchen im Netz – Ändert KI alles?“: Antworten statt Links: Wer nach Informationen sucht, nutzt immer häufiger Chatbots statt Suchmaschinen. Doch Sprachmodelle halluzinieren, Quellen bleiben unsichtbar. Wie lässt sich Transparenz sichern?
- Die Reihe SWR-Zeitwort erinnert an den 2.September 2004: „Die Anna-Amalia-Bibliothek brennt„: „Die Anna Amalia-Bibliothek in Weimar wurde 1691 gegründet als fürstliche Sammlung. Sie ist ein höchst stimmiges Ensemble, Weltkulturerbe und gilt als Wiege der deutschen Klassik.“
Vermischte Medien
- Der KVK ist im Juli 30 geworden. Auf der Seite des KIT gibt es eine Fokusseite für ihn: „Wie ist der KVK entstanden? Wie wird er genutzt? Und welche Rolle spielt er heute? Stimmen, Einblicke, Zahlen und Geschichten aus drei Jahrzehnten Recherchepraxis gewähren einen Blick hinter die Kulissen einer Plattform, die für viele längst selbstverständlich geworden ist.„
- Auf Spitzbergen gibt es das „Arctic World Archive“ (AWA). In der Terra-X-Doku „Was die Welt zusammenhält“ wird es in der Folge zur Kommunikation vorgestellt. Es gibt auch Wikipedia-Artikel dazu, u.a. einen kurzen auf Deutsch.
- Die ALA hat auf ihrer 2026er-Jahreskonferenz „The Librarians’ and Library Workers’ Bill of Rights“ verabschiedet: „The Librarians and Library Workers’ Bill of Rights is a guiding document that affirms the dignity, rights, and professional responsibilities of everyone who works in libraries. It calls for fair treatment, equitable pay, safety, respect, and professional freedom for all library employees — regardless of title, tenure, or background.“
Auf dem Bibliotheksportal gibt es auch einen Beitrag dazu. - „Das Magazin der Republik – Die Deutsche Nationalbibliothek“ heißt ein Dossier von Politik & Kultur, der Zeitung des Deutschen Kulturrates. Es „gibt Einblicke in Geschichte, Auftrag und Zukunft dieser zentralen Gedächtnisinstitution und lädt dazu ein, eine der wichtigsten Wissenseinrichtungen Deutschlands kennenzulernen“: „Die Deutsche Nationalbibliothek ist der Wissenspeicher der Bundesrepublik. Täglich erreichen mehr als 13.000 Veröffentlichungen die Einrichtungen in Leipzig und Frankfurt am Main. Dort werden sie gesammelt, inhaltlich sowie formal erschlossen und für kommende Generationen bewahrt. Mittlerweile sind über 57 Millionen Werke im Bestand.“
- In Wien gibt es jetzt ein Wandbild („Mural“) unter dem Motto „Menschen der Bildungswissenschaft“; „15 neue Illustrationen schmücken die Wände der Fachbibliothek Bildungswissenschaft, Linguistik, Europäische und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft [der Uni Wien]. Sie porträtieren Protagonist*innen, die einen bedeutsamen Beitrag zu Bildungswissenschaft und Bildung im Allgemeinen geleistet haben, und laden damit zur Reflexion von exkludierenden und inkludierenden Mechanismen der Wissenschaft ein.“
Das Mural wird Ende Oktober eröffnet; auf dieser Seite gibt es weitere Informationen. - Zum schonmal erwähnten Poster zu Schattenbibliotheken haben Tübinger Kolleg:innen jetzt einen OER-Foliensatz erstellt.



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