Open-Access-Veröffentlichungen von Münsteraner Wissenschaftler*innen: Allgemeine und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaften

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In der letzten Zeit sind u.a. diese beiden Titel erschienen:

DRASTIK: Zur Logik und Ästhetik eines populärkulturellen Paradigmas

Esteban Sanchino Martínez
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:6-95139548198
https://www.uni-muenster.de/Ebooks/index.php/series/catalog/book/224

Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit ist der Begriff der »Drastik«, der als eine ästhetische Kategorie konturiert wird, die in der gegenwärtigen kulturwissenschaftlichen Beschäftigung mit Kunst weder historisch noch systematisch eine wesentliche Rolle gespielt hat. Eine der zugrunde liegenden Thesen lautet, dass der Begriff ein hohes Analysepotenzial birgt und von hoher Relevanz in der Interpretation heutiger Populärkultur ist. Drastik deutet auf eine für viele populärkulturelle Produkte wesentliche Ästhetik hin, die einen stabilen, aber gleichwohl analytisch unterbelichteten Bereich des Populärkulturellen repräsentiert. Neben der historisch-systematischen Semantisierung und Kontextualisierung des Drastik-Begriffes stehen Werke im analytischen Fokus, die als massenwirksame und zugleich umstrittene Paradigmen drastischer Kunst gelten können, wie etwa Bret Easton Ellis‘ American Psycho, Lucio Fulcis Splatterfilme und Songtexte aus dem Bereich des Heavy Metal.

Literatur und Recht: Materialität

Eric Achermann, Andreas Blödorn, Corinna Norrick-Rühl & Petra Pohlmann (Hrsg.)
https://doi.org/10.1007/978-3-662-66162-8

Literatur hat nicht selten Recht als ihren Gegenstand, und Recht regelt Literatur auf vielfältige Weise. Diese gegenseitige Vergegenständlichung, zusammengefasst unter dem Begriff der „Materialität“, geschieht in verschiedenen Formen und erfüllt unterschiedliche Funktionen. Daraus ergibt sich eine Fülle von Fragen zur normativen Qualität des Rechts und zu den kulturellen Reflexionsleistungen der Literatur. Der Band fragt daneben auch konkreter nach der Rechtsförmigkeit des Fiktiven, der narrativen Ordnung von Rechtstexten, der historischen Wandelbarkeit des Verhältnisses von Recht und Literatur oder den rechtlichen Bedingungen des Buchmarktes.​

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