Stimme, Sprechen und Singen: transdisziplinäre Zugänge und Perspektiven
Der Band beleuchtet eine kulturgeschichtlich prägende Tradition der künstlerischen Sprachbehandlung: die musikalische Überformung der Stimme und der sprachlichen Lautgestalt.
Er untersucht Gesang, vor allem in Oper und Singspiel, auf seine konzeptuellen Voraussetzungen. Dabei treten Betrachtungsweisen und Konzeptionen der Literatur-, Musik- und Sprachwissenschaft sowie der Medizin, Philosophie und Theologie nebeneinander. Die wissenschaftlichen Beiträge werden durch einen Einblick in die künstlerische Praxis und durch journalistische Essayistik ergänzt.
Dieses Arrangement eröffnet beziehungsreiche Ausblicke auf ein breites Themenspektrum, das sich zwischen den Polen ›Phänomenalität‹ und ›Idealität‹ erstreckt. Es reicht von den organischen Grundlagen des Stimmklangs und von der materiellen Qualität der Sprache über die musikalische Stimmgestaltung bis hin zur Wahrnehmungs- und Deutungsgeschichte der Stimme um 1800.
zum Buch im ULB-KatalogPlus
zum Buch auf der Verlags-Website
Kein anderer Ort mehr: Zur Darstellung der Insel in deutschsprachigen Romanen nach 2000
Eine Insel ist nicht nur ein von Wasser umgebenes Land. Im 21. Jahrhundert, in dem die Erde bis zum letzten Stück Land lückenlos vermessen ist und es keine unentdeckten Inseln mehr geben mag, hat sich die Faszination der Insel nicht erschöpft. Das macht die Auseinandersetzung mit den Erscheinungsformen und Darstellungsstrategien der Insel in der Gegenwartsliteratur besonders interessant. Diese Studie liefert anhand sechs ausgewählter Romane nach 2000 einen Einblick in die Inseldarstellungen heutiger Zeit. Es geht dabei sowohl um Inseln fiktiver Art wie in Annette Pehnts Roman Insel 34, als auch um lokalisierbare Inseln wie die entlegene Insel Tristan da Cunha bei Raoul Schrott, die Südseeinsel in Imperium (Christian Kracht), eine kleine Düneninsel bei Hamburg in Vogelweide (Uwe Timm), die Pfaueninsel in der Havel (Thomas Hettche) und die Insel Hiddensee in Kruso (Lutz Seiler). Die Insel zeigt sich nicht als austauschbare Kulisse, sondern als substanzieller Bestandteil mit eigenen Bedeutungen und Funktionen. Die Studie stellt die Insel einerseits auf der narrativen Ebene als elementaren Schauplatz im Roman und als Bestandteil in der Themenentfaltung dar, andererseits geht sie der Frage nach, welche verschiedenen Zuschreibungen und welche Lesarten von Insel sich als Denk- und Schreibfigur begegnen.
zum Buch im ULB-KatalogPlus
zum Buch auf der Verlags-Website
Weitere Titel können Sie in unseren Neuerwerbungslisten für die Philologien im Fach-Cluster Geisteswissenschaften 2 entdecken!



Schreibe einen Kommentar