WDR Zeitzeichen: „Des Königs neue Kleiderordnung und der Hutaufstand von Madrid“

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In dieser Zeitzeichenfolge kommt wieder einmal ein Experte aus Münster zu Wort:

Am 23. März 1766 eskaliert in Spaniens Hauptstadt ein Volksprotest. Was mit neuen Kleidungsvorschriften begonnen hat, wächst sich zur veritablen Staatskrise aus.

In diesem Zeitzeichen erzählt Maren Gottschalk, mit welchen Maßnahmen Minister Esquilache und König Karl III. Spanien modernisieren, wovon König Karl III. und seine Frau Maria Amalia beim Einzug in Madrid schockiert sind und warum der König die Bewohner Madrids mit Kindern vergleicht.

Als Karl III. im Jahr 1759 die Nachfolge auf dem Spanischen Thron antritt, wird das Land von Adelsfamilien und der Kirche dominiert. Karl beschneidet zu deren Missfallen die Privilegien beider Gruppen und belegt sie mit Steuern.

Mit Verboten weckt er auch den Zorn des Volkes. Der Minister des Königs, der Marqués de Esquilache, überspannt schließlich den Bogen: Am 10. März 1766 verbietet er das Tragen breitkrempiger Sombreros und langer Mäntel.

Es kommt zum Aufstand. Karl gibt dem Druck nach und macht den Aufständischen weitgehende Zugeständnisse. Eines ist die Verbannung von Esquilache, der aus der Regierung ausgeschlossen und als Botschafter nach Venedig geschickt wird.

  • Das ist unsere wichtigste Quelle und unser Interviewpartner: Professor Christian von Tschilschke, Uni Münster
  • Walther L. Bernecker und Horst Pietschmann: Geschichte Spaniens. Stuttgart 1993

(WDR, Maren Gottschalk, Christoph Tiegel und Sefa Inci Suvak)

Sie können die Sendung, die am 10.03.2026 in der Reihe „ZeitZeichen“ lief, über die Seite des WDR nachhören oder als Audiodatei herunterladen.

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