WDR ZeitZeichen zu Stanislaw Lem: „Visionär der Moderne“

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Am 27.3.2006 stirbt der Science-Fiction-Autor Stanislaw Lem. Sein Werk ist philosophisch und technisch zugleich – und wirft einen realistischen Blick auf eine mögliche Zukunft.

Als junger Mann erlebt Stanislaw Lem den Überfall der Nazis auf seine polnische Heimatstadt Lemberg. Nur mit falschen Papieren überlebt der Sohn eines jüdischen Arztes die NS-Zeit. Nach dem Krieg muss er Lemberg verlassen und findet in Krakau eine neue Heimat.

Dort tauscht er das Medizinstudium gegen die Schreibmaschine und den Kosmos ein. In seinen Science-Fiction-Büchern verknüpft Lem Wissenschaft mit Philosophie. Gesellschaftskritik verlegt er geschickt von der Erde ins Universum – und entzieht sich so der staatlichen Zensur. Zu seinem bekanntesten Roman gehört „Solaris“ aus dem Jahr 1961.

Lems Bücher erreichen Millionenauflagen – in Ost und West. Daneben verfasst er Essays über Evolution, Künstlicher Intelligenz, Gen-Technologie mit der Frage: „Wie können Mensch und Maschine im Einklang bleiben?“ Und er wird nicht müde zu warnen: „Es steckt sehr viel Böses im Menschen. Sehr viel Böses.“

In diesem Zeitzeichen erzählt Michael Richmann:

  • womit Stanislaw Lem als junger Mann die SS bekämpft,
  • wie er über den angewandte Psychologie zur Raumfahrt kommt,
  • warum seine Romane Abgründe aufzeigen und dennoch lustig sind.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

  • Alfred Gall (Literaturwissenschaftler Universität Mainz)
  • Christopher Coenen (Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse, Karlsruhe)
  • Stanislaw Lem (Archiv)

Weiterführende Links:

(WDR, Michael Richmann, Frank Zirpins)

Sie können die Sendung, die am 27.3.2026 in der Reihe „ZeitZeichen“ lief, über die Seite des WDR nachhören oder als Audiodatei herunterladen.

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