WDR ZeitZeichen zu Ferdinand Freiligrath

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Logo WDR bei Wikimedia Commons“”Aufrecht gehen trotz alledem” war die Lebensdevise des “Trompeters der Revolution” von 1848. Dafür musste Ferdinand Freiligrath mit 16 Jahren Exil bezahlen. Bei seiner Rückkehr bereiteten ihm seine Anhänger im Rheinland einen begeisterten Empfang.
Ferdinand Freiligrath, geboren in Detmold, machte sich im “Vormärz” der 1848er-Revolution einen Namen. Seine Gedichte waren frech und sinnlich: exotische “Wüsten- und Löwenpoesie” à la Karl May mit politischen Seitenhieben gegen die zahme Gesellschaft.
Nach Ausbruch der Revolution von 1848 wurden seine Lieder und Gedichte immer radikaler und erschienen in der von Karl Marx gegründeten “Neuen Rheinischen Zeitung”. Doch der preußische König bekam wieder Oberwasser und eröffnete die Jagd auf die demokratische Opposition. Freiligrath ging nach England ins Exil und überlebte als Bankangestellter.
Nach seiner umjubelten Rückkehr irritierte der Dichter viele seiner Anhänger mit zutiefst nationalistischen Versen während des Deutsch-Französischen Kriegs.”

(WDR, Christoph Vormweg, Hildegard Schulte)

Sie können die Sendung, die am 18.3.2021 in der Reihe “ZeitZeichen” lief, über die Seite des WDR nachhören oder als Audiodatei herunterladen.

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